Definition of term:: Papier


  • Papier
    Beliebte Papiersorten für besondere Buchausgaben: 1. Japanpapier: Das echte Japanpapier wird aus der Rinde des Papiermaulbeerbaums im Handverfahren hergestellt. Durch Weichen im Wasser und Schlagen des Stoffbreis entstehen lange, seidenartige Fasern, die außerordentlich zähes und dennoch weiches Papier mit einer wolkigen (d.h. etwas ungleichmäßigen) Durchsicht ergeben. Echtes Japanpapier ist teuer, es gibt aber auch imitierte, aus Zellulose hergestellte Japanpapiere. Gute Leimung und verschiedene besondere Verfahren sind hierfür nötig. Auch bei diesen Papieren wird eine wolkige Durchsicht erzielt. 2. Velin: Papier mit einer sehr gleichmäßigen Oberfläche. Ursprünglich wurde mit Velin ein sehr feines, weiches und helles Pergament bezeichnet, das man aus der Haut tot geborener Kälber gewann. Später bezeichnete man mit Velin alle besonderen Papiere. Velin wird mit einer Form geschöpft, deren Sieb aus Drahtgewebe mit quadratischen Maschen besteht, was ein gleichmäßiges Papier mit glatter Oberfläche ergibt. Im Gegensatz dazu besteht das Sieb der Schöpfform für normales (geripptes) Papier aus feinen Drahtstäben, die mit Bindedrähten zu­sammengehalten werden.
Danish: Papir
Dutch: Papier
English: Paper
French: Papier
Italian: Carta
Spanish: Papel
Swedish: Papper
Source: Michael Trenkle, Fachbegriffe im Antiquariat - Ein Glossar. In: Handbuch 2009/2010 des Verbandes Deutscher Antiquare e.V.
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